So war´s 2014

 

Wir haben wieder tolle Aktionen gemacht und viel erlebt.

Einfach mal loslassen… Mit Pfeil und Bogen dem Stress begegnen

 

Ein kleiner Nachklapp zum Workshop „Einfach mal loslassen …. Mit Pfeil und Bogen dem Stress begegnen“ am 01.08.2014 von der Gleichstellungsbeauftragten:

Die Ruhe und die Weite des Emscherhofs waren der geeignete Ort, um das Bogenschießen und entspannende Yoga-Übungen zu genießen und den Stress des Tages los zu lassen. Alle der 10 Frauen kamen auf ihre Kosten. Die fließenden Bewegungen beim Bogenschießen und der Übungen vermittelten ein schönes Körpergefühl. Allerdings setzte uns die Sonne auch am späten Nachmittag noch zu. Hier half nur viel trinken, da war es gut, dass im Cafe "Mats und Mia" dafür Abhilfe geschaffen werden konnte.

Einige der Frauen waren so begeistert, dass die Idee entstand einen Ganztages-Workshop zu organisieren.

Wir werden sehen….


 

 

Wellness- Segwaytour  für Frauen

Heute nehmen Sie sich Zeit für sich! Das haben 15 Frauen ernst genommen und haben sich auf das Experiment Segway eingelassen. Wir hatten mit dem Wetter Glück -  die Tour wurde nicht von subtropischen Temperaturen und auch nicht von Regengüssen begleitet - wir hatten Regenjacken für die Teilnehmerinnen dabei - brauchten diese aber nicht.

Die Kombination von Abenteuer Segway, draußen sein und die Landschaft des Niederrheins zu genießen mit Wellness in Form von Qi Gong Übungen ist gut angekommen. Das lässt für die nächste Tour am 28.08.2014 hoffen.

Hier finden Sie einige Impressionen:

 

 „Schreibsalon... ... Oma-Geschichten“

Sieben Frauen haben sich zusammen gefunden und treffen sich einmal in der Woche mit der Referentin Frau Ullrich und beschäftigen sich mit dem Thema Großmutter. Einige Frauen sind selber Großmutter - andere blicken auf ihr eigene Großmutter. Die fertigen Texte werden hier auf der Internetseite zu finden sein. vorausgesetzt die Frauen sind damit einverstanden. Auch werden wir die Texte in der Ausstellung "GroßmütterBilder", die im Frühjahr 2015 im Museum zu sehen sein wird einarbeiten.

Also seien Sie gespannt.


 

Frauen auf Tour – Frauenmuseum „Single Moms“ und Wohnprojekt in Bonn

Ein Tagesausflug mit einem tollen Programm und leckerem Essen. Als erstes ging es in die Ausstellung „Single Moms“ im Frauenmuseum. Es gab viel zu sehen aber auch viel interessantes zu hören. Die Frauen waren von der kurzweiligen, lebendigen und zugleich informativen Führung beeindruckt. Die Zeit verging wie im Flug. Der Zeitplan war eng, aber es reichte sich noch etwas Schönes aus dem Museumsshop mit zu nehmen. In der Mittagspause gingen wir zum  Italiener und haben dort phantastisch gut gegessen.

Anschließend besuchten wir das Wohnprojekt „Wahlverwandtschaften Bonn e.V.“ wo es bei Kaffee und Plätzchen viel Interessantes zu hören und zu sehen gab. Spannend waren die Begegnungen mit den unterschiedlichen, lebhaften älteren Frauen. Es war für Jede etwas dabei. Viele tolle Eindrücke. Einfach ein toller Tag ;)


 

Auch wenn die Gruppe nur klein war, so wurde sich dennoch interessiert und engagiert mit dem Thema „Die Zeit heilt alle Wunden!? Traumatische Erlebnisse im Leben älterer Frauen“ auseinandergesetzt.

Sexualisierte Gewalt im Laufe eines Lebens hat viele Gesichter und kann Frauen in der Kindheit, als Heranwachsende oder in der Partnerschaft treffen. Hinzu kommt, dass diese Generation  im Krieg und der Nachkriegszeiten in großer Zahl mit sexualisierter Gewalt konfrontiert worden ist.

Die Betroffenen haben in der Regel nicht über ihre traumatischen Erlebnisse geredet zudem gibt es ein starkes gesellschaftliches Tabu. Frauen mussten Überlebensstrategien entwickeln, die es ihnen viele Jahre ermöglichten mit dem traumatischen Erlebnis zu leben. Aufgrund schwindender Kräfte oder das Erleben von Hilflosigkeit oder Fremdbestimmung im Alter z.B. durch Pflegesituationen oder Krankheit können diese Erlebnisse dann an die Oberfläche treten. Das Fazit der Veranstaltung war; Schweigen heilt nicht alle Wunden.

Es ist ein Thema, das wenig erforscht ist, aber Schätzungen gehen davon aus, dass 2/3 der Frauen über 65 im Krieg, der Nachkriegszeit oder im ihrem späteren Leben traumatische Lebenserfahrungen gemacht haben. Im Winter 1944 / 1945 wurden 2 Millionen Frauen und Mädchen vergewaltigt. Zusätzlich wurden Mädchen und Frauen Zeuginnen dieser Gewalthandlungen. Auch die Zeuginnenschaft traumatischer Ereignisse kann eine Traumatisierung in gleicher Stärke hervorrufen. Es ist also ein erheblicher Teil Frauen betroffen.

 

Aber was kann getan werden:

Wichtig ist es, die Möglichkeit eines Traumas durch sexualisierte Gewalt bei älteren Frauen mit zu denken.  Durch zuhören, Zusammenhänge erkennen und Verständnis zeigen kann eine erneute Traumatisierung verhindert werden. Keine Unterstützung zu erhalten verstärkt traumatische Gefühle. Nicht das Alter ist für eine Bearbeitung interessant, sondern das Alter der Symptome.

Aufgaben sind:

  • Betroffene, Angehörige und Pflegende zu entlasten
  • Fachkräfte und Pflegende schulen
  • Öffentlichkeit und Lobby schaffen
  • Gezielte Angebote für ältere Frauen schaffen

 

Ansprechpartnerinnen und Unterstützungsangebote sind:

 

Beratung für ältere Frauen und Schulungen für Fachkräfte vor Ort

Vor Ort:

AWO Anlaufstelle gegen sexuelle Gewalt, Dinslaken; Anja Krebs und Antje Peter;  Tel. 02064 - 621 850

Spezielle Beratungsangebote in NRW:

  • Wildwasser Bielefeld e.V.: Telefonberatung für Frauen

             in der Sprechzeit Alter und Trauma  mittwochs von 14 - 15 Uhr unter der Telefonnummer 0521 – 5573466

             oder den allgemeinen Telefon-Sprechzeiten : dienstags 11 - 13 Uhr und donnerstags 15 - 17 Uhr

             unter der Telefonnummer 0521 – 175476 stehen Ihnen Gesprächspartnerinnen direkt zur Verfügung.

  • Paula e.V. Beratungsstelle für Frauen ab 60 in Köln

            Telefonische Beratung von Frauen ab 60, Angehörigen und Fachkräften

            Telefonische Beratungszeiten mittwochs von 14 – 16 Uhr und donnerstags von 10 – 12 Uhr

            unter der Telefonnummer: 0221 – 96 67 64 22

 

 

Vertiefung des Themas für Betroffenen, Anghörige und Fachkräfte

www.alterundtrauma.de 

Hier finden Sie weitergehende Informationen, Berichte von Betroffenen, die Möglichkeit online Fragen zu stellen, Schulungsangebote für Fachkräfte, usw.

www.paula-ev-köln.de

Hier finden Sie Infos, Beratungsangebote sowie weiterführende Literatur.

www.bagso.de

Das ist die Homepage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen.

Diese hat eine Broschüre herausgegeben zum Thema: Wenn die Seele krank ist - PSYCHOTHERAPIE im höheren Lebensalter"

 

Literatur:

Böhmer, Martina - „Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen“ - Mabuse Verlag Frankfurt, 2000

Bode, Sabine - „Die vergessene Generation Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“ - Klett-Cotta Stuttgart, 2004

Baschek, Sigrid; Bethendahl, Herta - „Wo sind meine Schuhe? Was ist ein Trauma und wie bewältigt man es?“ - Ellert & Richter Verlag, 2005

Dörr, Margarete - „Wer die Zeit nicht miterlebt hat… Frauenerfahrungen im Zweiten Weltkrieg und danach“ Band 1 – 3, Campus Verlag, 1998

Dörr, Margarete - „Der Krieg hat uns geprägt Wie Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebten” - Band 1 und Band 2, Campus Verlag, 2007

Drinck, Barbara; Gross, Chung-Noh (Hrsg.) - „Erzwungene Prostitution in Kriegs- und Friedenszeiten Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen” -Kleine Verlag Wissenschaftliche Reihe Band 160, 2006

Sander, Helke -„BeFreier und Befreite“ - 2005 neu aufgelegt, Fischer Taschenbuch Verlag

Udo Baer – „Wo geht’s denn hier  nach Königsberg – wie Kriegstraumata im Alter nachwirken und was dagegen hilft“ – Semnos Verlag
 

Weitere Literaturhinweise auf der Seite http://www.martinaboehmer.de/literaturliste/


 

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